Jahrelang war die Duisburger Markuskirche am Ostacker Ort für Zuspruch und Hilfe. Dort wurden Familien gegründet, Kinder getauft und es wurde Gemeinschaft gelebt. All dies soll seinen zentralen Platz in der nahen Beecker Kirche finden, denn die Evangelische Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck muss die Kirche am Ostacker aufgrund der immens hohen laufenden Kosten aufgeben. Diese sind für die Gemeinde künftig nicht mehr zu stemmen.
Das Abschiednehmen fällt schwer, erfährt Lisa Federl überall in der Gemeinde. Sie ist seit einem Jahr Pfarrerin vor Ort und wird den letzten Gottesdienst in der Markuskirche, Ostackerweg 75, am 14. November um 14 Uhr gestalten. Sie und das Presbyterium, das Leitungsgremium der Gemeinde, laden herzlich zum Mitfeiern ein. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Raum und Zeit für Begegnungen sowie persönliche Gespräche. Zudem liegt ein Erinnerungsbuch aus, in das sich gerne alle mit Ihren Gedanken und Rückblicken eintragen können.
Mit ihrem Vorgänger, Pfarrer. i.R. Rüdiger Klemm, ist sich Pfarrerin Federl einig: Es wird trotz aller Wehmut ein Abschied „mit all dem programmatischen Rüstzeug, das uns die Markuskirche mitgegeben hat.“ Denn das Dach der Kirche – sie wurde 1964 erbaut – ist als symbolisches Zelt gebaut. Dies stehe auch für einen Aufbruch, Veränderung, ganz so, wie es ein biblisches Zitat begründet: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ (Heb 13,14.).
Die Markuskirche soll im Januar in den Verkauf gehen. Infos zur Gemeinde gibt es unter www.ruhrort-beeck.de.
